Johannesburg (Lyric / Songtext)

PART 1:
Johannesburg 1992, zwei Eltern freuen sich
als ihr Sohn das erste mal das Licht erblickt,
Elias getauft für den Mesias, Überlebenskämpfer
beinahe an der Nabelschnur erstickt,
aufgewachsen auf den Straßen, zwischen Kackerlacken,
Müllbergen und pensionierten Sklaven
aus Zeiten der Apartheit, mit Nelson Mandela glaubten sie kommt die Freiheit;
Für nen Moment, und die Jahre vergehen, Eltern konnten nich sehn,
wie er versuchte mit zehn auf eigenen Beinen zu stehen
du planst dein Wochenende, und er sein Überleben,
nich selten müssen Eltern hier die Kinder überleben
der Instinkt hat gewonnen, hat man dir von anfang an schon,
alles genommen, hast du nichts zu verlieren
und kannst alles riskieren, nich mehr die Weißen
sondern die Straßen regieren

PART 2:
Johannesburg 2007, dank dem Klebstoff auf den Straßen kleben geblieben,
der Stoff aus dem die Träume sind, kennt hier jedes Kind
es is leichter nichts zu fühlen, während man versinkt
die Tage heiß, die Nächste sind kalt
der graue Asphalt, bietet dem schlafenden halt
jeder weiß, dass wenn der nächste Tag anbricht,
man vielleicht noch am schlafen is, das Tageslicht,
bricht sich in der Glasvitrine einer Schlafkabine,
diese Nacht geschafft, doch es folgen noch viele
kleine Ziele, doch die Hoffnung is groß,
bloß die Umsetzung der Träume endet meistens Erfolglos
am Horizont die Skyline, das Monument aus vergangenen Zeiten
doch im Moment trennen ihn tausende Meilen, von seinen Träumen,
und all den Möglichkeiten, die andere zu 100 fach besitzen,
es wird wieder Zeit die Nadel anzusetzen, um all den Scheiß zu vergessen
wartend auf den erlösenden Kuss, das einzige Gold hier liegt
im goldenen Schuss

Part3:
Europa 2015, hier können wir noch entscheiden welches Leben wir wählen
hör die pseudo Gangsta Rapper drüber reden,
wie es is auf den Straßen zu leben, die Wahrheit is hier viel zu bequem
geben sich als etwas aus, das sie nich sind,
das Leben in ner Illusion mach einen Blind,
ihr seht nen harten Gangsta Rapper, ich seh bloß n Kind
das verzweifelt gegen den Strom schwimmt, dabei ertrinkt
zwischen Hartz4 und Bier weil man sich zu schade is
als Kellner zu servieren und lieber dealend am Bahnhof sind
Ich seh Millionen die gern in eurer Haut stecken würden
und die Chance die ihr habt nutzen würden

Und ich hör sie reden und reden
wie es is auf den Straßen zu leben

 

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